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09.07.2012 Montag  Rettungskette bei SummerJamFestival greift

Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen ermöglicht dreifache Lebensrettung

Am Samstag, 7. Juli 2012, hat sich gezeigt, dass die Zusammenarbeit der bei Europas größtem Reggae-Festival eingesetzten Hilfskräfte als Ergebnis einer ausgezeichneten Planung und Vorbereitung durch den Veranstalter lebensrettend sein kann. Durch die schnelle und effizient ineinandergreifende gemeinsame Arbeit von Berufsfeuerwehr, Polizei, Johanniter Unfallhilfe (JUH), DLRG und Sicherheitswachdienst (SWD) konnten drei Menschen aus akuter Lebensgefahr gerettet werden.

In der Nacht von Freitag auf Samstag konnte einer jungen Frau mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma, verursacht durch einen Sturz, innerhalb kürzester Zeit geholfen werden. Eine mobile Einheit der JUH war wegen anderer leichterer Fälle vor Ort und konnte unverzüglich den Rettungsdienst alarmieren, der innerhalb von gut zwei Minuten vor Ort war. Die junge Frau wurde schwerstverletzt in die Uniklinik transportiert und unverzüglich notoperiert. Die gute Planung der Rettungsmittel hat hier zur Lebensrettung entscheidend beigetragen.

Im weiteren Verlauf des Samstags gab es zwei weitere Lebensrettungen, bei denen weitere Hilfskräfte beteiligt waren. Um 18:50 Uhr wurden JUH und DLRG darüber informiert, dass Passanten einen älteren Mann mit dem Gesicht im Wasser treibend beobachtet hatten. Die Passanten hatten den Mann beim Eintreffen der Rettungskräfte fünf Minuten später bereits aus dem See geborgen und einen kurze Reanimation eingeleitet. DLRG und JUH haben dann die weitere rettungsdienstliche Betreuung und Versorgung des Patienten übernommen, so dass dieser beim Eintreffen in der Uniklinik bereits wieder voll ansprechbar und orientiert war. Hier hat auch das beherzte Eingreifen der Passanten die Überlebenschancen des Patienten deutlich erhöht. Jede Minute, die die Rettungskräfte später eintreffen, verringern diese Chancen um circa 10 Prozent.

Dies wurde auch im dritten Fall am Samstag deutlich. Um 21:06 Uhr wurden Polizei, DLRG, JUH und SWD durch die Berufsfeuerwehr über eine Person im Wasser alarmiert. Die Meldung war über den Notruf 112 an die Feuerwehr gekommen. Auch hier hatten Gäste den Mann aus dem Wasser geborgen und erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Die kurz nach der Alarmierung eintreffenden Kräfte der DLRG konnten unverzüglich die Reanimation einleiten. Auch der Rettungsdienst der JUH war inklusive Notarzt sehr schnell vor Ort. Innerhalb von 16 Minuten wurde der Kreislauf des Patienten stabilisiert, so dass dieser ebenfalls in die Uniklinik transportiert werden konnte.

Der Verlauf dieser Einsätze hat deutlich gezeigt, dass die lückenlose vorbildliche Rettungskette für die Lebensrettung von entscheidender Bedeutung ist. Durch die gute und eingespielte Organisation während des SummerJam Festivals war diese Hilfe überhaupt erst möglich. Die ständige Kommunikation und der Informationsaustausch sind seit Jahren geübte Praxis und erweisen in diesen Situationen ihre Wirksamkeit. Außerdem ist die im Vergleich zu "normalen" Wochenenden mindestens dreifache Besetzung der Hilfsorganisationen vor Ort inklusive Taucherinnen und Tauchern, Rettungswagen sowie Notarzt von entscheidender Bedeutung für die schnelle und erfolgreiche Rettung von Menschenleben.

Kategorie(n)
Einsatzdienste

Von: Michael Grohe

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